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"Licht und Schatten" oder "Ein Plädoyer für mehr Schatten"

Bericht: Fr. Holly [Jänner 2021]

 

Wer kennt sie nicht – all die Sprüche: Wo viel Licht ist, ist starker Schatten (J. W. von Goethe). Demnach sollte auch Licht sein, wo Schatten ist.

 

Wer hat sich an einem heißen Sommertag noch nicht unter den kühlenden Schatten eines Baumes geflüchtet? Wer springt nicht ab und an über seinen Schatten? Wer kennt nicht die Tage, an denen die Schatten immer länger werden? Wirft eine schwarze Katze einen dunkleren Schatten als eine weiße? Wenn Vampire und Untote ihr Spiegelbild nicht sehen können – wie sieht es dann mit ihrem Schatten aus? Was bevorzugen Sie? Ihr Schattenbild unter der Glut der Sonne zur Mittagszeit oder Ihr aschfahles Abbild zu mitternächtlicher Vollmondstunde?

 

Diesen und weiteren Fragen stellte sich die 4D-Klasse im Rahmen des BE-Unterrichts. Dabei ging es auch um ganz profane Dinge – wie etwa: Wie entsteht eigentlich Schatten? Werfen alle Gegenstände Schatten – auch Weißglas, Wasser? Im Anschluss ließen sie sich bei ihren „Schattenbildern“ auf das Spiel von Licht und Schatten ein. Einige Ergebnisse dieser Schattenspiele sehen Sie hier.

 

Übrigens: In vergangenen Zeiten waren Gedanken zu „Schatten und Licht“ Thema einer Deutsch-Matura. Heute ist dieses Thema nur noch ein Schatten seiner selbst und findet sich wohl lediglich in der Mathematik wieder:

 

„Wenn deine Thujenhecke am längsten Tag des Jahres zum Sonnenhöchststand bei wolkenlosem Himmel bei einer Nördlichen Breite von 48° 07' 06'' und einer Östlichen Länge von 16° 10' 58'' einen Schatten in der Länge von 1,95 m in den Garten deines Nachbarn wirft – um wie viele cm musst du deine Thujen kürzen, um hier eine rechtskonforme und ortsübliche Länge deiner Thujengewächse zu gewährleisten?“

 

a) gar nicht b) Ich packe das Problem an der Wurzel an. c) Ich schalte das Licht aus und der Schatten verschwindet von alleine.

 

Armer Schatten – was ist nur aus dir geworden? In diesem Sinne: Plädieren auch Sie für mehr Schatten! :)